Website für Immobilienmakler: So gewinnen Sie mehr Eigentümer

Das Wichtigste in Kürze

  • Kaufinteressenten finden Sie über Portale. Eigentümer, die verkaufen wollen, über Google und Empfehlungen.
  • Die Website sollte deshalb vor allem Verkäufer ansprechen.
  • Die wichtigsten Bausteine: Bewertungsanfrage, verkaufte Referenzen, Ratgeber für Verkäufer und ein sichtbares Team.
  • In Österreich und der Schweiz gelten andere Provisionsregeln, die Sie sachlich erklären sollten.

Viele Makler-Websites sind im Grunde ein zweites Objektportal: aktuelle Angebote, Suchfilter, Kontaktformular. Das ist nicht falsch, verfehlt aber das eigentliche Ziel. Kaufinteressenten finden Ihre Objekte ohnehin über die großen Portale. Der Engpass der meisten Maklerbüros sind nicht Käufer, sondern Eigentümer, die Ihnen ihre Immobilie anvertrauen.

Was Eigentümer wissen wollen

Wer sein Haus oder seine Wohnung verkaufen möchte, stellt sich andere Fragen als ein Käufer:

  • Was ist meine Immobilie wert?
  • Kennt dieser Makler meine Gegend wirklich?
  • Hat er vergleichbare Objekte schon erfolgreich verkauft?
  • Wie läuft ein Verkauf ab, und was kostet mich das?
  • Wem vertraue ich da eigentlich?

Eine gute Makler-Website beantwortet genau diese Fragen.

1. Die Bewertungsanfrage als Herzstück

Der wichtigste Einstieg für Eigentümer ist die Frage nach dem Wert. Ein geführtes Formular zu Objektart, Lage, Größe, Zustand und gewünschtem Verkaufszeitpunkt liefert Ihnen eine qualifizierte Anfrage. Formulieren Sie es als Anfrage für Ihre persönliche Einschätzung und nicht als verbindliches Wertgutachten. Das ist ehrlicher und führt direkt zum Gespräch.

2. Verkaufte Referenzen

Ausgewählte verkaufte Objekte mit Lage, kurzer Geschichte und gegebenenfalls Vermarktungsdauer zeigen Eigentümern, dass Sie in ihrer Gegend erfolgreich sind. Das überzeugt mehr als jede Selbstdarstellung. Achten Sie darauf, keine Daten zu veröffentlichen, die Rückschlüsse auf Verkäufer zulassen, und holen Sie deren Einverständnis ein.

3. Regionale Kompetenz zeigen

Eigentümer wählen den Makler, der ihren Markt kennt. Seiten für Ihre Stadtteile und Orte mit Marktwissen, verkauften Objekten und Ansprechpartner zeigen das und werden gleichzeitig bei Suchen wie „Makler Bonn-Beuel“ oder „Haus verkaufen Mödling“ gefunden. Wie Sie solche Seiten aufbauen, erklärt unser Ratgeber Local SEO für Immobilienmakler.

4. Ratgeber für Verkäufer

Viele Eigentümer denken Monate oder Jahre über einen Verkauf nach, etwa bei einer Erbschaft, einer Trennung oder dem Umzug ins Alter. Artikel zu Ablauf, benötigten Unterlagen, Erbimmobilie oder Verkauf bei Scheidung holen sie in dieser frühen Phase ab. Wer Sie schon als hilfreiche Quelle kennt, ruft Sie später eher an.

5. Menschen statt Logo

Auf Portalen sehen alle Makler gleich aus. Ihre Website kann zeigen, wer Sie sind: echte Teamfotos, Qualifikationen, Arbeitsweise und Verkaufszahlen. Eigentümer vergeben einen Auftrag an Menschen, nicht an ein Logo.

Provision sachlich erklären, je nach Land

Die Frage nach den Kosten kommt immer. Erklären Sie die Regeln sachlich für das Land, in dem Sie arbeiten:

  • Deutschland: Bei der Vermietung gilt das Bestellerprinzip. Beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern an Verbraucher wird die Provision in der Regel zwischen Käufer und Verkäufer geteilt.
  • Österreich: Seit Juli 2023 zahlt bei der Vermittlung von Mietwohnungen der Erstauftraggeber, meist der Vermieter. Für den Verkauf gelten eigene Höchstgrenzen.
  • Schweiz: Die Provision ist frei vereinbar und wird meist vom Verkäufer getragen.

Transparenz an dieser Stelle schafft Vertrauen und erspart Ihnen viele Nachfragen. Lassen Sie konkrete Formulierungen bei Bedarf rechtlich prüfen.

Wie eine Makler-Website mit diesen Bausteinen aussieht, zeigt unsere Seite Website für Immobilienmakler.

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